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1. Herren aktuell, Oberliga: HG Remscheid - TuSSEM Essen 2 M 35:39 (14:21)
Remscheider Generalanzeiger (RGA)
www.rga-online.de / Lokalsport Artikel vom: 30.01.2012
Handbal: Bittere Pleite für die HG Remscheid
Von Peter Kuhlendahl
Siege in Unterzahl? Unmöglich. Und wenn man wie die HG Remscheid am Samstagabend in der Partie gegen die HSG Düsseldorf II sich ständig einer gefühlten nummerischen Überzahl gegenüber sieht, steht am Ende eine folgerichtige 35:39 (14:21)-Niederlage. Es waren aber eben nicht nur die Akteure aus der Landeshauptstadt, gegen die sich die Remscheider stemmen mussten, sondern auch die Schiedrichter Marc Flegel und Hansjörg Haneke, die ihre Bezeichnung "unparteiisch" wohl an der Garderobe abgegeben hatten. "Ich weiß nicht, was sie gegen uns haben", war HGR-Coach Mike Novakovic dennoch relativ gefasst. Zeitstrafe um Zeitstrafe verhängte das Duo insbesondere vor der Pause gegen die Remscheider. Selbst die Düsseldorfer Fans auf der Tribüne schüttelten sichtlich amüsiert mit den Köpfen. Und so drohte sowohl bei Lukas Steinhoff (19. Minute) und Lars Oberdick (27.) nach ihren jeweils zweiten Hinausstellungen das vorzeitige Aus. Dennoch: Die HGR blieb auf Augenhöhe. Bis zur 26. Minute. Da schaffte Philipp Hinkelmann den Anschlusstreffer zum 14:15, doch dann brachen bis zur Pausensirene alle Dämme. "Wenn ein Team bei diesen Umständen so verunsichert ist, passiert so etwas", erklärte Novakovic. Derweil zeigten sich seine Schützlinge selbstkritisch. "Der eine oder andere hat einfach gepennt", schimpfte Lars Henkels nach dem Schlusspfiff. "Wir haben uns viel zu viele Fehler geleistet", analysierte Michael Heimansfeld, der selbst erst nach der Pause in Schwung kam. Übrigens: Heimansfeld soll laut RGA-Informationen ein Angebot von der ersten Mannschaft aus Düsseldorf vorliegen. Mit einem Doppelspielrecht versehen, soll er die Lücken beim sich in der Auflösung befindlichen Zweitliga-Team in der Landeshauptstadt schließen. Nach 47 Minuten waren die Remscheider wieder im Geschäft. Der in dieser Phase bärenstarke HGR-Keeper Michael Forath "vernagelte" seinen Kasten, und als Heimansfeld zum 24:25 verkürzte, kam endlich Stimmung auf den Rängen auf. Novakovic: "Aber dann haben sie wieder Zeitstrafen gegen uns gepfiffen." Und die Moral der Gastgeber war endgültig dahin. Großen Anteil daran hatte übrigens auch der Düsseldorfer Markus Neukirchen. 18 (!) Treffer erzielte der Rückraum-Hüne. Fünf Siebenmeter waren übrigens darunter. Zum Vergleich: die HGR bekam einen zugesprochen. Und bei der Anzahl der Zeitstrafen siegte sie mit 10:4. Das Schlusswort an einem verkorksten Abend hatte der HGR-Vorsitzende Ralf Hesse: "Jetzt wird es eng." Wohl wahr, die Remscheider sind bedrohlich nah an die Abstiegsplätze herangerückt.
HGR-Tore: Heimansfeld (8), Zapf (7/1), Henkels (6), Hinkelmann, L. Oberdick (je 4), J. Oberdick, Steinhoff (je 2), Niegetiet, Pütz (je 1).
1. Herren aktuell, Oberliga: HG Remscheid - TuSSEM Essen 2 M 35:39 (14:21)
Bergische Morgenpost (BM)
www.rp-online.de / Lokalsport Artikel vom: 30.01.2012
HGR: Der Druck wächst
VON Henning Schlüter
Handball (RP). Nach der 35:39-Heimniederlage gegen die HSG Düsseldorf II trennt Handball-Oberligist HG Remscheid nur noch ein Punkt von den Abstiegsplätzen. Zur Pause war bereits eine Vorentscheidung gefallen. Die "Rote Zone" rückt bedrohlich nahe: Nach der verdienten 35:39 (14:21)-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft der HSG Düsseldorf trennt die HG Remscheid nur noch ein Zähler von der SG Dülken, die zurzeit den ersten Abstiegsrang belegt. Knackpunkt der Partie war die erste Hälfte, und hier speziell die letzten vier Minuten. Bis zum 14:15 zu diesem Zeitpunkt hatte sich die HGR zwar auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, war aber noch aussichtsreich im Spiel. Dann jedoch brach das Unheil in Form der zweiten Zeitstrafe gegen Lars Oberdick herein. In Unterzahl kassierte die plötzlich hypernervöse HGR fast im Sekundentakt vier Treffer und lag zur Pause bereits nahezu aussichtslos zurück. Allerdings – und das war der positive Aspekt des Spiels – gaben sich die Gastgeber nicht auf. Auch ohne Thomas Zeller (will nach seinem Nasenbeinbruch vielleicht schon am kommenden Wochenende wieder spielen) bäumte sich das Team auf, kam binnen sechs Minuten auf 18:21 heran und war beim 24.25 (44.) wieder auf Tuchfühlung heran. Aber aller Eifer nutzte nichts, weil die Gäste Markus Neukirchen in ihren Reihen hatten. Gegen den langen Schlaks im linken Rückraum war kein Kraut gewachsen, er erzielte gewaltige 18 Treffer (darunter fünf Siebenmeter) und zwang die Remscheider beinahe im Alleingang in die Knie. Ein weiterer Pleiten-Faktor – zumindest in der ersten Hälfte – war das Schiedsrichter-Gespann Flegel/Haneke (Huttrop), deren Zeitstrafen-Auslegung in den ersten 30 Minuten (5:2) deutlich und nicht nachvollziehbar Schlagseite zuungunsten der HGR hatte. Jetzt steht die HGR im nächsten Auswärtsspiel in Dinslaken mächtig unter Druck, hat aber das Glück, dass beim Gegner Spielertrainer Marius Timofte in Hiesfeld "Rot" sah und am Sonntag fehlen wird.
HGR: Heimansfeld (8), Zapf (7/1), Henkels (6), L. Oberdick, Hinkelmann (je 4), J. Oberdick, Steinhoff (je 2), Pütz, Niegetiet (je 1).
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